Über mich
Nach meinem Studium und der Doktorarbeit an der LMU München bin ich für fast 6 Jahre nach England gezogen. Dort habe ich viele wertvolle Erfahrungen in meinem Beruf als Tierärztin gesammelt und auch gute Freunde gewonnen. Meine Heimat Bayern - und vor allem das gute Essen - haben mir jedoch die ganze Zeit sehr gefehlt!
In England wird auch in den kleineren Kliniken und Praxen besonders viel Wert auf das Operieren gelegt und ich hatte die Möglichkeit, mich viel mit erfahrenen Kollegen auszutauschen und einiges auf dem Gebiet der Weichteilchirurgie zu lernen. Ich habe außerdem ein Jahr lang an Kursen in Weichteilchirurgie teilgenommen. 2007 habe ich nach zweijähriger Fortbildung erfolgreich eine Prüfung in Innerer Kleintiermedizin für den Praktischen Tierarzt abgelegt.
2 Jahre lang war ich englandweit alleinverantwortlich als Vertretung für verschiedene Notfallkliniken tätig. Diese Einrichtungen übernehmen jeweils die Nacht- und Wochenenddienste für bis zu 20 Praxen. Dort behandelte ich viele interessante Fälle; u.a. verunfallte Tiere, Patienten mit Darmverschluss, Magendrehungen, akutem Herzversagen, Hitzschlag (ja, das gibt's auch auf der Insel!), Vergiftungen, rupturierten Tumoren, Bissverletzungen, Geburtskomplikationen. Die vielfältige und interessante Arbeit dort hat mir sehr gut gefallen!
Seit 2008 bin ich Mitglied bei der englischen Tierhilfsorganisation WVS (Worldwide Veterinary Services), welche Tierschutz- und Hilfsorganisationen weltweit unterstützt. Zu diesem Zweck sammelt die WVS Spenden und organisiert Hilfsprojekte, um diesen Organisationen u.a mit Kastrations- und Impfprojekten zu helfen. Ausserdem sendet WVS Medikamente und andere Hilfsmittel in die bedürftigen Regionen und lehrt Tierschutz vor Ort.
Für WVS bin ich 2009 nach Botswana und 2010 nach Südafrika gereist und habe dort an ABC (Animal Birth Control) Projekten teilgenommen Dort habe ich im Team in 2-3 Wochen jeweils um die 350 Hunde und Katzen kastriert. In Botswana operierten wir teilweise auf dem zentralen Marktplatz, umringt von der Dorfgemeinschaft und unzähligen neugierigen Kindern, für die wir eine willkommene Abwechslung darstellten!
Die Tiere werden von uns auch gleichzeitig gegen Tollwut, Staupe und andere Infektionskrankheiten geimpft und gegen Parasiten behandelt. In vielen Ländern der Erde ist Tollwut immer noch eine große Gesundheitsbedrohung; in Indien werden z.B. jedes Jahr mindestens 15 000 Menschen von tollwütigen Hunden gebissen! Die Infektion verläuft in nahezu 100% der Fälle tödlich.
Im Herbst dieses Jahres habe ich vor, nach Indien zu reisen, um dort bei der Hilfsorganisation 'Mad Dogs Trust' als freiwillige Mitarbeiterin zu arbeiten. Ich werde dort freilaufende Hunde und Katzen behandeln, impfen und kastrieren, und dabei mithelfen, die Leute vor Ort über Tierschutz, Tollwut etc. aufzuklären.
Falls Sie sich für diese Hilfsprojekte interessieren, können Sie sich an folgenden Stellen informieren:
www.wvs.org.uk
www.maddogstrust.com